Vereinbarung über Gastspielverträge

 

Müssen Gastspielverträge mit den Theatern schriftlich abgefasst werden?

Immer wieder kommen Regisseur*innen zu mir und berichten, dass ein Gastspielvertrag seitens des Theaters im letzten Moment mit der Begründung nicht eingehalten werden, ein solcher „bedürfe der Schriftform“ und eine mündliche Vereinbarung über eine Inszenierung allein sei nicht wirksam. Mit anderen Worten: Das Theater sagt eine gemeinsam geplante Inszenierung kurz vor Probenbeginn ab und möchte die (ggfs. anteilige) Vergütung an die Regisseur*innen umgehen. Diese haben den vereinbarten Zeitraum jedoch bereits für die Inszenierung reserviert und erhalten so kurzfristig in der Regel keinen neuen Auftrag mehr – die Spielpläne für die kommende Spielzeit stehen längst fest.

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Hospitanz und Mindestlohn

 

Fällt die Hospitantin unter den Mindestlohn?

Meistens dürfte es sich bei sog. „Hospitant*innen“ um Praktikant*innen handeln. Diese fallen grundsätzlich unter den Mindestlohn. Insbesondere bei Hospitant*innen, die das Praktikum nicht im Rahmen eines in der Studienordnung vorgeschriebenem Pflichtpraktikums machen und bei denen das Praktikum länger als drei Monate dauert, ist Vorsicht geboten. Bei Unsicherheiten gibt es die Möglichkeit bei der Rentenversicherung ein sog. Statusfeststellungsverfahren zu machen und anzufragen, ob es sich bei dem konkreten Beschäftigungsverhältnis um ein solches handelt, bei dem der Mindestlohn zu entrichten ist (also, ob es sich um ein sog. sozialversicherungspflichtiges Praktikum handelt). […] „Hospitanz und Mindestlohn“